
Warum nur die Hälfte?
Warum nur die Hälfte, wenn die ganze Schweiz betroffen ist? Heute sind Frauen im Milizsystem fast inexistent, und selbst bei den Männern leisten viele keinen Dienst. Das Ergebnis: Lücken bei Armee, Zivilschutz und in zivilen Bereichen, wo dringend Unterstützung gebraucht wird – das ist absurd. Denn gerade in Krisenzeiten braucht es mehr engagierte Menschen, nicht weniger. Deshalb macht die eidgenössische Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz (Service-Citoyen-Initiative)» aus einem Dienst für wenige ein Engagement für alle.
Deshalb JA zur Service-Citoyen-Initiative am 30. November 2025.
4 weitere absurde Fakten übers Dienstpflichtsystem
Absurder Fakt 2: Zivilschutz rekrutiert Untaugliche.
Absurd, aber wahr: Wer Leben retten will, muss zuerst im Militär durchfallen. Im heutigen System dienen nur Leute im Zivilschutz, die für die Armee als untauglich gelten. Das heisst: körperlich oder psychisch eingeschränkt – also genau die Menschen, die im Ernstfall andere schützen sollen. So fehlen im Zivilschutz über 12’000 Einsatzkräfte – nicht wegen fehlender Motivation, sondern wegen eines unsinnigen Auswahlverfahrens, das den gesunden Menschenverstand ignoriert.
Absurder Fakt 3: Zuerst Panzer, dann Pflege.
Wer helfen will, muss zuerst beweisen, dass er kämpfen kann. Um also im Altersheim, in Kindertagesstätten, in der Landwirtschaft oder anderen zivilen Bereichen Hilfe zu leisten, muss man zuerst die militärischen Eignungstests bestehen. Denn ohne bestandenen Militärtest kein Zivildienst. Ein System, das Menschen zwingt, erst die Armee zu bejahen, bevor sie sie ablehnen müssen, um zivile Hilfe zu leisten.
Absurder Fakt 4: Zivildienst für Frauen geht nur übers Militär.
Eine Frau, die Zivildienst leisten will, muss sich zuerst freiwillig fürs Militär melden, alle Eignungstests bestehen, vom Militärartzt als tauglich erklärt werden und danach den Militärdienst verweigern. Erst dann darf sie im Zivildienst helfen. Dieser Weg ist kompliziert und völlig absurd. So kommt es, dass heute nur 16 Frauen in der Schweiz Zivildienst leisten. Nicht wegen fehlendem Willen, sondern wegen eines Systems, das sie daran hindert.
Absurder Fakt 5: Das System zwingt zum Lügen.
Jedes Jahr täuschen tausende junge Männer Gewissenskonflikte oder gesundheitliche Probleme vor, nur um in den Zivildienst zu dürfen. Das heutige Wehrpflichtsystem zwingt sie dazu, statt ihr Engagement zu fördern. Das Ergebnis: Menschen mit echter Motivation werden ausbremst und ehrliches Engagement unnötig erschwert. Müssen wir wirklich Lügen, um dem Vaterland auch zivil zu dienen?
Wie der Service Citoyen die Schweiz stärkt
Das heutige Wehrpflichtsystem ist absurd, einseitig und krisenanfällig. Deshalb denkt die Service-Citoyen-Initiative weiter: Alle jungen Menschen sollen künftig einen Einsatz für Gemeinschaft und Sicherheit leisten – Frauen wie Männer. Ob in der Armee oder im Zivilschutz, deren Bestand neu in der Bundesverfassung gesichert wird, oder in Umwelt- und Katastrophenschutz, Gesundheitswesen, Bildung oder sozialer Betreuung – jede Person engagiert sich dort, wo sie gebraucht wird.

Gemeinsam mehr bewegen
Die Service-Citoyen-Kampagne ist mehr als eine Abstimmung, sie wächst zu einer schweizweiten Bewegung. Eine, die Menschen vereint, Engagement und Solidarität fördert und die Schweiz stärkt. Was es dafür braucht? Ein JA am 30. November 2025.
Hilfe stärken.
Schweiz stärken.
Mach mit. Für eine engagierte Schweiz.
Spenden
Jede Spende stärkt unsere Kampagne: Sie sorgt dafür, dass Argumente gehört, Materialien verteilt und Stimmen gewonnen werden. So wächst die Chance auf ein JA am 30. November.
Mitmachen
Ob beim Flyern, Organisieren oder Mobilisieren: dein Einsatz zählt. Hilf mit, dass die Service-Citoyen-Initiative in allen Regionen sichtbar wird und Stimmen gewinnt. Gemeinsam bringen wir das Engagement zurück in die Schweiz.
Beitreten
Werde Teil des überparteilichen Unterstützungskomitees. Mit deinem Namen setzt du ein Zeichen für Zusammenhalt, Verantwortung und eine engagierte Schweiz – und hilfst mit, die Initiative landesweit zu stärken.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
Unsere Initiative basiert auf klare Fakten und breiter Unterstützung. Laut ETH-Sicherheitsstudie befürworten bereits 66% der Bevölkerung das Modell Service Citoyen. Heute leistet jedoch nur ein Drittel der jungen Menschen überhaupt einen Dienst für die Gemeinschaft. Stimme deshalb JA am 30. November.

Infografik erklärt
Die Infografik zeigt die Ergebnisse der ETH-Sicherheitsstudie 2025 zum Thema obligatorischer Bürgerdienst. Sie vergleicht die Zustimmung in den Jahren 2021 und 2025 und basiert auf einer repräsentativen Telefon- und Onlineumfrage mit rund 2000 Teilnehmenden. Alle Angaben sind in Prozent und gerundet.
Im oberen Abschnitt wird gefragt, ob die Bevölkerung für oder gegen die Einführung eines allgemeinen obligatorischen Bürgerdienstes für Schweizer Frauen und Männer ist. 2025 befürworten 69 % diese Einführung (22 % «sehr dafür», 47 % «eher dafür»), während 22 % eher dagegen und 8 % sehr dagegen sind, 4 % geben keine Antwort an oder wissen es nicht. 2021 lag die Zustimmung noch bei 63 %, während 27 % eher dagegen und 8 % sehr dagegen sind, 2 % geben keine Antwort an oder wissen es nicht.
Im unteren Abschnitt der Infografik werden sechs Aussagen zum Bürgerdienst einzeln bewertet, in denen es darum geht, wie stark die Befragten mit den folgenden Aussagen zum Bürgerdienst einverstanden sind, die immer wie folgt beginnen «Ein obligatorischer Bürgerdienst für Schweizer Männer und Frauen …»:
- «… erlaubt es, die zukünftigen Herausforderungen für die Schweiz, wie Alternpflege, Sicherheit oder Umweltschutz, zu meistern»: 76 % stimmen 2025 zu (24 % sehr einverstanden / 52 % eher einverstanden), 78 % im Jahr 2021 (22 % sehr einverstanden / 56 % eher einverstanden).
- «… ist ein Gewinn sowohl für den Staat als auch für die Zivilgesellschaft»: 75 % Zustimmung im Jahr 2025 (28 % sehr einverstanden / 47 % eher einverstanden), bzw. 74 % im Jahr 2021 (25 % sehr einverstanden / 49 % eher einverstanden).
- «… fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz»: 73 % stimmen 2025 zu (24 % sehr einverstanden / 49 % eher einverstanden), im Jahr 2021 stimmen 74 % zu (23 % sehr einverstanden / 51 % eher einverstanden).
- «… ist eine unverhältnismässige Zwangsverpflichtung, welche die persönliche Freiheit einschränkt.»: 64 % lehnen diese Aussage 2025 ab (nur 10 % sind mit der Aussage sehr einverstanden / 26 % eher einverstanden), im Jahr 2021 lehnen 57 % ab (nur 11 % sind mit der Aussage sehr einverstanden / 32 % eher einverstanden).
- «… verursacht zu hohe Kosten für den Staat.»: 66 % sind 2025 dagegen (nur 9 % sind mit der Aussage sehr einverstanden / 25 % eher einverstanden), 2021 lehnen 62 % die Aussage ab (nur 9 % sind mit der Aussage sehr einverstanden / 29 % eher einverstanden).
- «… nimmt der Wirtschaft wichtige Arbeitskräfte weg.»: 67 % lehnen die Aussage 2025 ab (nur 8 % sind mit der Aussage sehr einverstanden / 25 % eher einverstanden), 2021 sind es 68 % die dagegen sind (nur 8 % sind mit der Aussage sehr einverstanden / 24 % eher einverstanden).
Die Studie zeigt: Der Wunsch nach mehr Engagement und Verantwortung wächst in der Bevölkerung. Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer wollen nicht weniger, sondern mehr Verantwortung übernehmen – gemeinsam und unabhängig von Geschlecht. Weil sie es als einen Gewinn sowohl für den Staat als auch für die Zivilgesellschaft ansieht.

Service Citoyen als Fundament der gesellschaftlichen Verantwortung
Service Citoyen ist mehr als ein Dienst – es ist eine landesweite Bewegung für eine stärkere, gerechtere Schweiz. Er vereint unser ganzes Schweizerische Resilienzpotenzial: Menschen aus der Westschweiz, Deutschschweiz, Tessin, die Stadt- und Landbevölkerung und Bergbewohnende. Frauen wie Männer, zivile wie militärische Kräfte. Um so die Herausforderungen von heute und morgen zu bewältigen.
Stimmen aus dem Parlament
Einige Meinungen zur Initiative von führenden Persönlichkeiten und hochkarätigen Politikerinnen und Politikern aus unterschiedlichsten Parteien aus der ganzen Schweiz.
«Ich unterstütze die Service-Citoyen-Initiative, weil sie eine Antwort gibt auf vielfältige Herausforderungen an unsere Gesellschaft.»

Matthias Michel
Ständerat FDP, ZG
«Heute leisten gemäss unserer Bundesverfassung Männer Militärdienst. Frauen leisten keinen Militärdienst. Im Jahre 2025 können Sie diese Unterscheidung keinem Menschen mehr erklären.»

Daniel Jositsch
Ständerat SP, ZH
«Es ist höchste Zeit, dass alle vor dem Gesetz gleich sind. Wir müssen dringend Rollenmuster aufbrechen. Nur so können wir mit Stereotypen aufräumen, den Zusammenhalt im Land fördern und die innere Sicherheit stärken.»

Patrick Hässig
Nationalrat GLP, ZH
«Ich sage JA zum Service Citoyen, weil Gleichstellung auch heisst, dass alle ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten – und nicht nur die Männer dafür Anerkennung und Entschädigung bekommen.»

Katja Christ
Nationalrätin GLP, BS
«Wenn wir auf die Kompetenzen der Frauen verzichten, verzichten wir auf die Hälfte des Potenzials unseres Landes. Das können wir uns nicht leisten in einer Zeit, in der Konflikte, Cyberangriffe und der Klimawandel uns stark herausfordern.»

Christine Badertscher
Nationalrätin Grüne, BE
«Der nationale Zusammenhalt ist eine Frage der nationalen Sicherheit. Im Dienst packen junge Menschen zusammen an und erfahren, was Gemeinschaft bedeutet. Das stärkt unsere Widerstandsfähigkeit.»

Marc Jost
Nationalrat EVP, BE
